Gewächshaus

Das Lednicer Gewächshaus ist eine technische Sehenswürdigkeit. Es wurde in den Jahren 1843 bis 1845 gebaut, als sich alles nach England orientierte. Dort kamen sie auf die Idee eine Gusseisenkonstruktion zu benutzen, die leichte, oft gläserne Tafeln tragen. Die Lednicer Orangerie ersetzte das majestätische Ziertreibhaus, deren Dachkonstruktion Gusseisensäulen in Bambusform mit künstlichen Dekorationsblättern tragen. Die gläsernen „Schuppen“ sind zweifarbig, damit man besser erkennen kann, was von dem originellen Bau erhalten blieb und was renoviert wurde. Unter dem Palmen- und Bananenbäumenlaub ist die Büste des letzten Schlossgärtners versteckt, der den Liechtensteinern diente. Alles ergänzt sich perfekt – auch die Bänke inmitten des „Urwaldes“ sehen aus als wären sie hier durch die Hand der Natur erschaffen.Die 90 Meter lange, 13 Meter breite und etwa 10 Meter hohe Gusseisenkonstruktion mit den schuppenartig übereinander gelegten Glasplatten war das erste Palmenhaus Europas mit einer Orangerie das in Europa errichtet wurde.
Die älteste bekannte Orangerie des Schlosses der Fürsten von Liechtenstein in Eisgrub wurde um 1642 erbaut. Sie sah wie ein Amphitheater aus, wo auf den Stufen Kübelgewächse standen. 1715 begannen die Vorbereitungen für den Bau eines großen Holzgewächshauses, das als Orangerie diente. Es befand sich schon auf der Stelle des heutigen Palmenhauses und hatte die Form eines lang gestreckten Rechtecks mit Satteldach, die großen Fenster nach Süden ausgerichtet. Nach 1817 wurde das Gewächshaus zugunsten eines neuen Schlossflügels verkleinert, erhielt aber dadurch einen Zu- bzw. Durchgang vom Schloss zum 1805-11 angelegten Landschaftspark. Trotz einiger Umgestaltungen erfüllte das Gebäude bald nicht mehr seinen Zweck. So erfolgte 1842 der Abriss des Holzgewächshauses samt Schlosstheater. Die erste Planung stammt vom englischen Architekten Peter Hubert Desvignes (*1804 †1883). Aus ungeklärten Gründen übernahm Architekt Georg Wingelmüller (vermutlich in Zusammenarbeit mit Peter Hubert Desvignes) in den Jahren 1843-1845 die Planung und die Bauleitung des Palmenhauses. Die Gusseisenkonstruktion stammt vom Eisenwerk der Gebrüder Klein aus Sobotín [Zöptau in Nordmähren].
Die Reparatur des oberen Teils der Palmenhauskonstruktion erfolgte 1937 nach den Plänen des Ingenieurs K. Wichy aus Opava [Troppau, Mährisch-Schlesien].

Öffnungszeiten:
Februar, März, November und Dezember:
nur samstags und sonntags
von 9 bis 15:30 Uhr
April und Oktober
täglich außer Montag von 9 bis 15:30 Uhr
Mai – September
täglich außer Montag von 9 bis 17:30 Uhr
(Mittagspause: 12:00 – 13:00)

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